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Los geht's

Schalom Berlin

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In Berlin leben mittlerweile etwa 13.000 junge Israelis.

Diese Gemeinschaft bildet eine ganz eigene Dynamik, die dem Leben in der Hauptstadt und der jüdischen Kultur in Deutschland neue Impulse gibt. 



Ein multimediales Webspecial von Sandra Demmelhuber 

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Das Musikcafé Gordon

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In Israel wurden sie durch ihre legendären Dachterrassen-Partys an der Rechov Gordon (Gordonstraße) berühmt. Heute führen die beiden DJs aus Tel Aviv, Doron Eisenberg und Nir Ivenizki, ein Musikcafé in Neukölln.

"Es ist wie eine Befreiung"

Dorons Großvater kam ursprünglich aus Berlin. Wie es der Zufall so wollte, ist das Café nur wenige Meter von der ehemaligen Wohnung des Großvaters entfernt.
"Es ist wie eine Befreiung", sagt sein Kollege Nir. Zwischen den beiden Ländern Deutschland und Israel entstehe gerade etwas vollkommen Neues.

Ein Wohnzimmer für alle

Im Gordon treffen nicht nur Kaffee und Kultur aufeinander. Das Café ist ein "Wohnzimmer" für alle Menschen - egal woher sie sind. 

Einer der besten Freunde der DJs kommt beispielsweise aus dem Iran. Es gibt nicht viele Orte auf dieser Welt, wo Israelis und Iraner so ungezwungen aufeinandertreffen.
Im Gordon ist alles möglich. 

 

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"Hauptsächlich wegen der Musik. Berlin ist die Hauptstadt der elektronischen Musik. Für uns ist es wahrscheinlich der beste Ort der Welt. Hier gibt es viele Plattenläden, viele Clubs und eine große Musikkultur. Und das Beste: Die Künstler werden in Deutschland sogar staatlich gefördert..."

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Doron Eisenberg (li.) und Nir Ivenizki 




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Die Anzahl der Angriffe auf jüdische und israelische Einrichtungen hat sich in den letzten zehn Jahren nicht maßgeblich verändert. 

Gehörten früher meist Radikale der rechten Szene zu den Tätern, kommen seit ein paar Jahren islamische Fundamentalisten hinzu.

Eine neue Form des Antisemitismus ist seit ein paar Jahren vermehrt unter muslimischen Jugendlichen zu beobachten.
Sie gründet auf der Ablehnung des Staates Israel.


(Quelle: Polizei Berlin) 




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Die Synagoge 1870 und 2017

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Dabei war jüdisches Leben in Deutschland und Berlin lange Zeit selbstverständlich.

Juden waren in Berlin vom 19. bis zum ersten Drittel des 20. Jahrhunderts außerordentlich gut integriert. Sie spielten in dieser Zeit eine wichtige und prägende Rolle in der Geschichte der Stadt. 

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Nicht alle jungen Israelis in Berlin führen ein Café. Tal Alon ist Journalistin, seit 2009 lebt und arbeitet sie in der Hauptstadt.

2012 gründete sie die erste hebräische Zeitschrift in Deutschland seit der Zeit des Nationalsozialismus.


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"Spitz" ist nicht nur eine Brücke zwischen Orten und Kulturen, sondern auch zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ich bin dankbar für die Möglichkeit, an diesem Experiment eines historischen Wandels teilzunehmen."  

Tal Alon, Gründerin des Magazins


Aus dem Artikel (oben): Ein Gespräch zwischen den beiden israelischen Theaterregisseurinnen Sivan (li.) und Niva (r.).

Israel, so die beiden, sei nicht mehr das zentrale Thema ihres künstlerischen Schaffens in Deutschland. Beide wünschen sich eine Welt, in der die Frage nach der Identität nicht in erster Linie nationalistisch zu beantworten ist.

"Ich weiß nicht, ob die Tatsache, dass ich Israelin oder Berlinerin bin, zu den ersten zehn Dingen gehört, die ich über mich sagen würde. Ich wohne irgendwo, und es gibt noch tausend andere, interessantere Dinge", sagt Niva.

Eine Brücke zu Deutschland

Das "Spitz" dient als kulturelle, politische und soziale Orientierung für israelische Emigranten in Berlin. Das Magazin soll eine erste Brücke zu Deutschland und den Deutschen bauen. Aber es ist natürlich auch ein praktischer Wegweiser. 
  






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Israelischer Schriftsteller und Satiriker, lebt und arbeitet in Berlin.

"Für mich gibt es bisher keinen Ort, den ich mit Sicherheit als "Heimat" bezeichnen würde. Ich habe kein Problem mit dem Gefühl von Fremdheit und keine Angst vor fremden Dingen oder Menschen."








 


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Ob die beiden DJs aus Tel Aviv, der Kabarettist Shahak Shapira oder die Journalistin Tal Alon: Unzählige junge Israelis zieht es ausgerechnet nach Berlin, der hippen Hauptstadt des neuen Deutschlands.

Während in Israel diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen betrachtet wird, ist sie für die sogenannte "Dritte Generation" eher wie eine Befreiung. Oftmals werden die individuellen Erfahrungen sogar Ausgangspunkt einer intensiven künstlerischen Auseinandersetzung.


Viele junge Israelis in Berlin haben deutsche Wurzeln. Der Umzug in das Land der Großeltern ist auch immer eine Suche nach der eigenen Identität.




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Idee und Umsetzung:
Sandra Demmelhuber (ARD/BR)

Fotografien und Videos:
(c) Sandra Demmelhuber (ARD/BR)

Musik:
Idan Amedi: Chelek Mehazman 

Dieses multimediale Webspecial entstand im Rahmen des 3sat-Themenschwerpunktes "Jüdische Kultur in Deutschland" im Mai 2017. 


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