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Iran

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Ein multimediales Webspecial von Sandra Demmelhuber 






 










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Tradition und Religion spielen eine große Rolle. 

Doch seit einigen Wochen bewegt sich etwas: überall im Land gehen junge Menschen auf die Straße und protestieren gegen das herrschende System.

Die Iraner fordern eine politische und wirtschaftliche Veränderung. Sie wollen ein Ende des Mullah-Regimes. 





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Und ganz anders, als wir es von Europa aus wahrnehmen.

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Dieser reiche Kulturschatz prägte über 2.500 Jahre lang die Geschicke des Landes und das Bewusstsein der Menschen im ehemaligen "Persien". 










 

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Die Iraner sind sehr stolz auf ihre traditionelle Architektur.

Die opulenten Bauwerke sind im ganzen Land zu finden - sogar mitten in der Wüste, wie hier das Deckengewölbe über dem Basar von Kaschan, einer Wüstenstadt in Zentraliran.






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Das Wort "Basar" stammt aus dem Persischen und bedeutet 'Markt'.

In vielen Orten des Nahen und Mittleren Ostens ist der Basar Stadtzentrum und wichtigster Treffpunkt.
 

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Die Menschen im Iran verfügen über lange Traditionen in Kunsthandwerk, Teppichknüpferei, Poesie und Kalligraphie.

Diese typischen kleinen Kästchen zum Beispiel wurden aus Kamelknochen geschnitzt und von Hand bemalt.  




 

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Er soll einer der besten Miniaturmaler im ganzen Land sein: Mehdi Abrishamkar aus Esfahan.

Viele seiner Bilder erinnern an die Geschichte der persischen Vorfahren.



 

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In den iranischen Häusern ist es üblich, kostbare Teppiche oder Zierteller an die Wände zu hängen.

Die Wandteller aus Zinn sind beliebte Geschenke und werden in kleinen Werkstätten in mühevoller Handarbeit hergestellt. 




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Trotz aller politischen Umbrüche: die bis in die Antike zurückreichende Geschichte der persischen Kultur ist allgegenwärtig. Ein wichtiger Bestandteil ist die Kunst des Gartenbaus. 

Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so prächtige Gartenanlagen wie im Iran. Viele davon blicken auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. 





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Es ist bestimmt kein Zufall, dass unser Begriff für "Paradies" von dem altpersischen Wort Paradaidha (Garten) kommt.



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Die lange Tradition der persischen Kultur und die typischen orientalischen Formen spiegeln sich auch in der Architektur der Gebetshäuser wider. 




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Ihre Anzahl ist schier unglaublich: in den größeren Städten gibt es Dutzende Moscheen - eine schöner als die andere. 

Die Shah-Tscheragh-Moschee in Schiraz zum Beispiel. Sie ist innen mit Millionen von kleinen Spiegelelementen verziert. 

Erst seit kurzem dürfen sie auch nicht-muslimische Besucher betreten. 

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Das Eingangstor zur Königsmosche am Naqsch-e-Dschahan-Platz im historischen Zentrum der Stadt Esfahan.

Er ist mit fast neun Hektar Fläche der zweitgrößte Platz der Welt. 





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Einst war sie die Hauptstadt des persischen Reiches, heute sind nur noch Steine zu sehen: Persepolis.

Die Überreste der ehemaligen Palaststadt zählen zum UNESCO-Welterbe. 


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Ein beliebtes Ausflugsziel für Iraner ist auch das historische Dorf Abyāneh in der Provinz Isfahan. 

Wegen der Häuser aus Lehmziegel und Stroh wird es auch "Rotes Dorf" genannt. 



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Die Tracht in Abyāneh geht auf einen Kleidungsstil aus der Antike zurück. Sie konnte sich bis heute halten, obwohl es über die Jahrtausende zahlreiche Änderungsversuche gab. 

Heute leben in dem Bergdorf noch etwa 300 Einwohner. 



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Die Iraner, so heißt es, sind das gastfreundlichste Volk der Welt. 

Wer einmal dort war, weiß, dass es stimmt. 












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Inside Iran

Tisch
Im Iran essen und schlafen die Menschen auf dem Boden.
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Kann man irgendwo sonst auf der Welt einen besseren Einblick in den Alltag der Menschen bekommen?
Vermutlich nicht. 

Es ist im Iran ganz normal, Touristen aus dem Westen (die man zufällig irgendwo angetroffen hat) in die eigenen vier Wände zum Übernachten oder Essen einzuladen. 

Abendessen mit der ganzen Familie 

Es gibt dann Tee und Obst, landestypische Reis- und Fleischgerichte, Süßigkeiten - und nicht selten auch Alkohol.

Meist kommen dann im Laufe des Abends die ganze Verwandtschaft oder Freunde hinzu. Fotoalben werden hervorgekramt oder Bilder aus der Zeit vor 1979 gezeigt.

Erinnerungen 

Frauen, die sich heute in der Öffentlichkeit verschleiern müssen, zeigen dann oft Bilder, auf denen sie in ihrer "wilden" Studentenzeit beispielsweise mit langen offenen Haaren und Minirock zu sehen sind.

Die Revolution von 1979 ist generell ein großes Thema im Iran. In ihren eigenen vier Wänden erzählen die Menschen oft, wie sehr sie sich die vergangene Zeit zurückwünschen.

Das Leben der anderen 
 
Da die meisten Iraner nicht so einfach ins Ausland reisen dürfen und die Informationen in den Medien streng zensiert sind, sind diese Einladungen eine gute Möglichkeit, auch etwas über andere Länder und Sitten zu erfahren. 









Tisch
Im Iran essen und schlafen die Menschen auf dem Boden.
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Andrea, 29, Touristin im Iran

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Die Lage der Frauen ist durch gesetzliche und gesellschaftliche Diskriminierung geprägt, eine Gleichberechtigung wird von der Führung abgelehnt. 

Der Iran hat neben fünf anderen Ländern die UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau nicht unterzeichnet.

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Das Verbot hat das ehemalige iranische Staatsoberhaupt Ruhollah Chomeini, der politische und religiöse Führer der Revolution, ausgesprochen.

Es gilt bis heute. 
 






 


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Eine Frau und ein Mann müssen erst heiraten, bevor sie sich zusammen in der Öffentlichkeit zeigen dürfen.

Auf der Straße Händchen halten? Das sieht man nur in liberaleren Großstädten, wie hier in Teheran. 




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In den letzten beiden Jahren wurden im Iran über 2.000 Menschen hingerichtet. Viele davon haben aus finanzieller Not mit Drogen gehandelt.   

Laut Amnesty International ist der Iran unter den ersten drei Ländern mit den meisten Hinrichtungen weltweit. 

Auch deshalb steht der Staat unter scharfer internationaler Kritik. 

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Viele junge Iraner sind wütend. 

In der Hoffnung auf ein besseres Leben nehmen sie ein hohes Risiko in Kauf und gehen auf die Straße.

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Natalie Amiri, Korrespondentin im ARD-Studio Teheran

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Ali, ein 25-jähriger Student aus dem Iran

(Da Ali Angst vor möglichen Konsequenzen hat, dürfen wir sein Bild nicht zeigen)

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In den liberaleren Großstädten (vor allem in Schiraz oder Teheran) haben die meisten Frauen keine schwarzen, sondern leichte, bunte Kopftücher.

Sie tragen sie so weit hinten wie nur möglich. 
Jeder Millimeter unbedecktes Haar ist ein Symbol für Freiheit und Selbstbestimmung. 






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Oase der Freiheit

W%c3%bcstenparty
Für ein paar Stunden frei sein: Junge Iraner in der Wüste.
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Wer mit seinen Freunden feiern will, macht das entweder heimlich bei sich zuhause - oder fährt tief in die Wüste.

Die Wüste im Iran ist eine Oase der Freiheit: heimlicher Treffpunkt für Verliebte und Partyzone zugleich. 

Wüstenparty

Auf diesen Partys wird das gemacht, was für uns Europäer selbstverständlich ist: es wird bis tief in die Nacht gefeiert, getanzt und gelacht, selbstgebrannter (oder für teures Geld illegal gekaufter) Alkohol getrunken  - und natürlich auch das Kopftuch abgelegt. 
















W%c3%bcstenparty
Für ein paar Stunden frei sein: Junge Iraner in der Wüste.
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"Genießen wir, was uns der Tag beschert!
Wer weiß, ob solch ein Tag uns wiederkehrt."

(Hafez, persischer Dichter)

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Idee, Konzept und Umsetzung:
Sandra Demmelhuber (ARD/BR)

Bilder und Videos:
© Sandra Demmelhuber (ARD/BR)

Beratung:
Ali Tabatabai 

Musik:
Ian Livingstone: Riders of Iran
Simon Stewart, Arshaq Farhaan: Homeland
Bijan Mortazavi: Majnoon

Ein besonderer Dank gilt Natalie Amiri aus dem ARD-Landesstudio in Teheran. 










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Übersicht

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Kapitel 1 Das Erbe der persischen Kultur

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Kapitel 2 Leben unter staatlicher Kontrolle

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Kapitel 3 Ein Land in Wut

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Ali
Kapitel 4 Hoffen auf ein besseres Leben

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Cafe yazd

Kamel w%c3%bcste

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