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Verbotene Hilfe

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Eine Multimedia-Reportage von Laura Wagenknecht und Nyasha Kadandara

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Die Nuba-Berge im Sudan sind Schauplatz eines nicht enden wollenden Krieges ...

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... zwischen Regierung und Rebellen.

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Mitten in diesem Krieg befinden sich Kinder, Frauen, Männer, Hilfsarbeiter - Zivilisten. Sie sind die Opfer des Krieges, der schon so viele Menschen das Leben gekostet hat.

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Seit 20 Jahren betreibt die deutsche Hilfsorganisation Cap Anamur ein Krankenhaus mitten im Kriegsgebiet.

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Johannes Plate (33) arbeitet seit drei Jahren für Cap Anamur. Er leitet den Standort in Nuba. Der gelernte Krankenpfleger ist vor allem für die Koordination der verschiedenen Projekte und für die Organisation der Medikamente und Versorgung zuständig. Dafür sitzt er viel im Auto.


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Die Nuba-Berge liegen an der Grenze zum Südsudan. Hilfsgüter, die in die Berge sollen, müssen illegal über die Grenze geschafft werden. Mindestens zweimal im Jahr muss Johannes einen solchen Transport organisieren. In den Nuba-Bergen gibt es keine asphaltierten Straßen, aber das ist nicht die einzige Schwierigkeit, mit der Johannes zu kämpfen hat.

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Alle Hilfsgüter kommen per Flugzeug in den Südsudan. Der jüngste Staat der Welt gehört auch zu den Ärmsten und ist wie Nuba von Konflikten geplagt. Für Johannes ist die Situation hier immer wieder eine Herausforderung.

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Vom Südsudan geht es über eine Schotterpiste in den Sudan. Starte die 360°-Ansicht, um die Karte der Nuba-Berge einzusehen.

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Bis die Lkw im Krankenhaus in Lwere ankommen werden, sollen zwei Wochen vergehen.

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Transport von Ausrüstung und von Kranken ist eines der Hauptprobleme, mit denen Johannes und seine Kollegen aus Nuba konfrontiert sind.

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Jegliche Entwicklung und Infrastrucktur fehlen. Die Nuba leben vor allem von der Kleinlandwirtschaft. Auf etwa eine Million Einwohner, schätzt Johannes, kommen 40 oder 50 Privatautos.

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Haupttransportmittel sind die eigenen Füße oder ...

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... Esel.

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Eine Lieferung Medikamente reicht für ein paar Monate. Noch vor der Regenzeit, muss Johannes wieder los ...

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... um Nachschub über die Lebensader in das Krankenhaus zu bekommen.

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Das Herzstück des Projekts in den Nuba-Bergen ist das Krankenhaus in Lwere. Es ist von Bergen umgeben, die es schützen sollen.
Starte die 360°-Ansicht, um Dich in der Gegend umzuschauen.

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Hinter allen Häusern im Krankenhaus befinden sich Nischen, in denen man bei einem Bombenangriff Schutz suchen kann. Außerdem sind rund um das Krankenhaus Schutzlöcher im Boden, die mit Wellblech abgedeckt sind. Findest Du sie?

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Kathrin Baumgartner arbeitet seit einem Jahr für Cap Anamur. Die gebürtige Österreicherin hat sich schon während ihrem Studium zur Kinderärztin darauf vorbereitet, in der Entwicklungshilfe zu arbeiten.

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Wassila ist in Nuba aufgewachsen.  Früher hat die Krankenschwester an einer Grundschule gelehrt, doch dann kam der Tag, an dem sich alles veränderte.

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2016 kamen 16.000 Frauen zur Schwangerschaftsvorsorge. Zur Entbindung kamen jedoch nur 900 Frauen. In Nuba bringen die meisten Frauen ihre Kinder zu Hause zur Welt. Der Krieg und die Luftbombardements haben fatale Folgen für die Schwangeren und ihre Babys.

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Neben der Entbindungsstation liegen die Mütter, die das Ganze schon hinter sich haben, mit ihren Neugeborenen. 1000 Frauen kamen im letzten Jahr mit einer Geschlechtskrankheit. Im schlimmsten Fall geben sie diese weiter an ihre Kinder.

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Labortechnikerin Gladys Mumbua Kithuku leitet das Labor im Krankenhaus von Cap Anamur seit einem Jahr. Die gebürtige Kenianerin unterrichtet ihre Mitarbeiter in den Verfahren der medizinischen Laborarbeit.

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Es ist Mai 2014. Joseph Yacoub, der Leiter des Krankenhauses, führt eine Routineoperation durch. Der Patient ist in Narkose, Joseph ist mitten in der OP, da hört er das tiefe Brummen des Motors der Antonov. Der Nuba weiß, gleich könnten Bomben neben ihm einschlagen.

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In der Apotheke des Krankenhauses holen sich die Leute Medikamente, die nicht stationär behandelt werden. Die Medikament werden umsonst zur Verfügung gestellt, nur eine Registrierungsgebühr von 5 Eurocents müssen sie bezahlen, bevor sie das Krankenhaus betreten. Zweimal im Jahr werden die Regale hier aufgefüllt.

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Seit der Unabhängigkeit des Südsudans im Jahr 2011 kämpfen die SPLM/A-Rebellen gegen die übermächtige Regierung in Khartum. Die Regierung bombardiert nicht nur die Rebellen, sondern auch die Häuser, Felder, Schulen und Krankenhäuser der Bevölkerung.

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Die Sudanesische Freiheitsarmee bzw. Bewegungung (SPLM/A) wurde 1983 von John Garang gebildet. Die Nuba kämpften zusammen mit der SPLA für die Unabhängikeit des Südens. Dieser Weg wurde 2005 in einem Friedensabkommen besiegelt und 2011 durch ein Referendum bestätigt. Die Nuba-Berge wurden jedoch dem Norden zugesprochen. Nachdem die Regierung in Khartum Zusagen des Abkommens nicht einhielt, griffen die Rebellen wieder zu den Waffen. Die Sudanesische Befreiungsarmee Nord war geboren (SPLM/A-N). Sie kämpft für mehr Selbstbestimmung.
General Hamza ist seit 33 Jahren Mitglied der Armee er erklärt die Beweggründe der Nuba.

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Tausende Menschen leben als Vertriebene im eigenen Land. Die Berge bieten ihnen Schutz vor den Fliegerbomben der Regierung. Johannes startete vor einem Jahr das Projekt "mobile Klinik". Durch die fehlenden Transportmöglichkeiten finden viele Menschen nicht in die Kiliniken. Deshalb fährt Johannes zu ihnen.

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2016 wurden bei großen Bodenoffensiven im Osten des Landes tausende Menschen aus ihren Dörfern vertrieben.

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Die Ebenen um die Berge sind fruchtbar. Hier liegen die Kornkammern der Region. Die Hügel am Horizont wurden 2016 von den Truppen der Regierung eingenommen. Heute sind die Ebenen im Vordergrund verlassen, das Ackerland verloren.


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Die Höhlen der Berge bieten den Vertriebenen Schutz vor den Bomben der Regierung.

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Doch Ackerbau ist schwierig in dem steinigen Terrain.

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Die Hygiene ist schlecht.

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Durch die Gebietsverluste und eine Dürre ist die Ernte auf 30 Prozent des Bedarfs eingebrochen.

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Durch die fehlenden Transportmöglichkeiten sind Menschen oft tagelang unterwegs, um eine Klinik oder ein Krankenhaus zu erreichen. Auch Johannes kann den Menschen, die er auf seinem Weg durch das Land trifft, dann oft nicht mehr helfen.

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Der politische Arm (SPLM-N) der SPLA-N stellt eine Regierung auf dem Rebellengebiet. Das Gesundheitsministerium der SPLM-N ist jedoch auf Spenden angewiesen.

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In der Apotheke einer Klinik des Gesundheitsministeriums in der Nähe von Al Azrak im Osten der Nuba-Berge herrscht gähnende Leere. Die Spenden sind bei weitem nicht ausreichend.

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... ist Krankenschwester in der Klinik in Al Azrak. Als die Bodenkämpfe im letzten Jahr eskalierten operierte und behandelte sie Soldaten und Zivilisten praktisch ohne Ausrüstung.

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... ist der Gesundheitsminister der SPLM-N.
Sein Ministerium hat kaum Budget.
Seine Angestellten werden
nicht bezahlt, sie arbeiten freiwillig.
Im Vordergrund die Flagge der SPLM-N.

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... ist medizinischer Assistent in Heiban.
Einem Ort, der nahe dem Grenzgebiet zu den Regierungstruppen liegt.
Er arbeitet ohne Bezahlung.
Manchmal wird er in Form von Essen entlohnt.
Er macht seinen Job aus Überzeugung - 
nicht für Geld.

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Die Klinik in der Anur arbeitet wurde im letzten Jahr bombardiert. Sechs Menschen wurden schwer verletzt. Ein Neugeborenes hat den Angriff nicht überlebt. Die Mittel zum Wiederaufbau fehlen dem Ministerium, deshalb zerfällt das Gebäude seither immer mehr.

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Um die Lage der Menschen in Nuba zu verbessern, müsste laut Johannes als erstes ein humanitärer Korridor eingerichtet werden.
Doch geheilt wird die Krankheit der Nuba Berge dadurch nicht. Nur ein dauerhafter Frieden kann die Genesung der Region und des Volkes der Nuba bewirken.

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  • Laura Wagenknecht und Nyasha Kadandara

    Bildrechte: 3sat, Laura Wagenknecht, Nuba Reports

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