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Erzähl mir Europa

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Wir reisen an die Außengrenzen der EU und betrachten Europa im Spiegel des Anderen. Die Ränder definieren das Zentrum.
Im Sommer 2017 haben wir Schriftsteller, Regisseure und Künstler in ihrer Heimat getroffen - diesseits und jenseits der Grenze.

Erzähl mir Europa  - An den Rändern der Union.
Am 26. August 2017 läuft die Dokumentation in 3sat. 

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In vier Etappen haben wir die Außengrenzen
der Europäischen Union bereist.

Über Athen, Nikosia, Bukarest und Sofia sind wir an die Südostgrenze Europas gereist. Vom Baltikum sind wir ins russische Kaliningrad gefahren. In Spanien und der Exklave Melilla haben wir den äußersten Südwesten besucht.
Zwischen Irland und Nordirland haben wir uns die neue, vielleicht zukünftige Außengrenze der EU angesehen.



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Nil Varol (37) und Alexander Glodzinski (35)
Wir arbeiten seit Jahren als Autoren für
die Kulturzeit.
Mit unseren Kameras im Gepäck haben
wir schon im letzten Sommer viele Länder
Europas bereist - immer auf der Suche
nach gemeinsamen und trennenden
Erzählungen von Europa.


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Hier hat vor über 2000 Jahren 
das Abenteuer der Demokratie 
begonnen.
Wie stark ist Europa heute? 

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Wer könnte uns glaubhafter erklären, welchen Wert die Demokratie hat? Und welche Fallstricke auf sie lauern?
In Athen haben wir die Historikerin Maria Efthymiou getroffen. Eine Griechin, wie man sie sich vorstellt: warmherzig und stolz.

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Jede volle Stunde wechseln die Wachen vor dem Grab des Unbekannten Soldaten. Beine bewegen, damit das Blut wieder zirkuliert.
Direkt vor dem Nationalparlament versammeln sich zu dieser Zeremonie jedesmal Scharen von Touristen. Ein Heldengedenken als Tourismusmagnet?

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Im November 1973 besetzten Studenten aus Protest gegen die Junta die Technische Universität in Athen. Nach drei Tagen überrollten die Panzer das eiserne Tor.
Beim "Aufstand der Studenten" starben 23 Menschen, etwa 200 wurden verletzt, fast 1000 verhaftet. Der Aufschrei im In- und Ausland war enorm.
Es war der Anfang vom Ende der Diktatur.

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Die beiden Mitglieder der marxistischen Hochschulgruppe malen ihr Plakat für das Festival "Marxismos 2017", das Ende Mai in Athen stattfindet. In Erinnerung an das 100-jährige Jubiläum der russischen Oktoberrevolution haben sie den "Tatlin-Turm" als Symbol gewählt. 
Der Entwurf des russischen Avantgardisten Wladimir Jefgrafowitsch Tatlin sollte als Hauptquartier der Dritten Internationalen in Sankt Petersburg errichtet werden. Ein gigantisches Projekt, das aus Kostengründen nie gebaut wurde und noch heute als Ikone gilt - für den Aufbruch in ein neues Zeitalter.

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1974 scheiterte die griechische Militärjunta mit dem gewaltsamen Anschluss Zyperns an Griechenland. Türkische Streitkräfte besetzten den nördlichen Teil der Insel - bis heute ein inoffizielles De-facto-Regime. 
Seitdem ist Zypern geteilt - in den griechischen Süden und den türkischen Norden. Die Grenze verläuft auch durch die Hauptstadt Nikosia - mitten durch die Altstadt. In der schmalen, von der UN bewachten Pufferzone, ist die Zeit stehen geblieben. Geschäfte und Häuser stehen seit der Teilung leer. 

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Die Selimiye-Moschee steht im nördlichen Teil Nikosias, rund 100 Meter von der Pufferzone entfernt. Die ehemalige Sophienkathedrale wurde als gotischer Kirchenbau im 13. Jahrhundert errichtet. Von den Osmanen wurde sie in eine Moschee umgewandelt.
Auf den Hügeln prangt eine gigantische türkische Fahne. Sie soll die griechischen Zyprer an die an den türkischen Zyprern verübten Massaker während des Bürgerkriegs erinnern.

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Die UNFICYP besteht derzeit aus etwa 888 Soldaten.
Ihre Aufgabe ist es, das Waffenstillstandsabkommen
vom 16. August 1974 zu überwachen. 
Der alte Flughafen von Nikosia liegt mitten in
der von der UN bewachten Sperrzone. Die Länge
der Waffenstillstandszone beträgt 180 Kilometer.

Major Robert Schütz hat uns den Zypernkonflikt
auf dem Gelände des alten Flughafens erklärt.

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Der Internationale Flughafen Nikosia wurde 1968 mit einem damals sehr modernen Neubau eröffnet. Nur wenige Jahre später lag der Flughafen zwischen den Fronten im Zypernkonflikt.
Während der militärischen Auseinandersetzung zerstörte die türkische Luftwaffe Teile der zyprischen Flugzeuge. Eines dieser Flugzeuge steht noch heute auf dem Rollfeld.  

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Am Rande des griechischen Teils von Nikosia
hat der Theaterregisseur Paris Erotokritou
sein eigenes Theater aufgebaut - das Sputnik.
Die europäische Identität ist für ihn vor allem
die Idee von Kooperation, Akzeptanz und Toleranz.
Kultur und Ideen machen an Grenzen nicht halt.
Der alte Flughafen ist für ihn ein kulturelles Symbol.

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Die Außengrenze der EU ist Teil des Alltags in Nikosia. Die Check-Points an der Pufferzone sind gleichzeitig das Tor zu Europa.
Cafés liegen direkt neben den Barrikaden. Der türkische Kaffee, der in Griechland griechischer Kaffee heißt, wird hier zyprischer Kaffee genannt. Die Tradition ist die selbe.

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Regelmäßig organisieren griechische und türkische Zyprer gemeinsame Demonstrationen für die Wiedervereinigung der Insel. Auf beiden Seiten des Check-Points starten sie ihren Aufruf, um sich dann in der Mitte der Pufferzone zu treffen.

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Unterwegs zum Palast des Präsidenten...

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Das Caritas Cyprus Migrant Centre ist eine Wohlfahrtsorganisation der katholischen Kirche in Zypern. 
Im Nebengebäude der Holy Cross Church in Nikosia arbeiten Ehrenamtliche mit den Neuankömmlingen auf der Insel. Wir haben Freiwillige aus Frankreich und dem Libanon getroffen, die den Flüchtlingen helfen, sich auf Zypern zurechtzufinden.

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Der kurdische Immobilienmakler Menduh (45) ist seit
40 Tagen auf Zypern. Er ist aus der Türkei in den
türkischen Teil Zyperns gereist, nachdem er eine
7-monatige Haftstrafe in der Türkei abgesessen hatte.
Er hatte bei Twitter "Erdogan Diktator" geschrieben.
Menduh wurde wegen Beleidigung des Präsidenten
und Terrorpropaganda verurteilt.
Er ist nachts über die Grenze in den griechischen
Teil Zyperns geflohen und hat dort Asyl beantragt.
Jetzt wartet er auf seine Anerkennung.

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Abdulmajid (17) lebt seit 5 Monaten auf Zypern. Er
hat eine Unterkunft in einem Flüchtlingsheim und
verbringt tagsüber viel Zeit in einer Einrichtung der
Caritas. Dort muss er täglich ein Dokument der
Behörden unterschreiben. In der Einrichtung treffen
sich Flüchtlinge, erhalten Hilfe beim Umgang mit den
Behörden, spielen Tischtennis oder Karten und
bekommen eine Mahlzeit.
Abdulmajid sagt: "Life is tough, but ok."

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Unter Nicolae Ceaușescu wurde die Hauptstadt Rumäniens radikal umgebaut. Historische Stadtviertel wurden abgerissen, um Bukarest nach sozialistischen Vorstellungen wieder aufzubauen. 
Der Parlamentspalast, der 1989 als Haus des Volkes eingeweiht wurde, ist eines der größten Gebäude der Welt. Angeblich neben der Chinesischen Mauer, das einzige Bauwerk, das vom Mond aus zu sehen ist. 

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Es waren die größten Massenproteste in der Geschichte Rumäniens, als Anfang Februar hunderttausende auf der 
Piața Victoriei gegen ein Gesetz zur Straffreiheit angeklagter Amtsträger demonstrierten. Nach fünf  Tagen zog die Regierung
ihre Verordnung zurück. Die Demonstrationen gingen weiter, Woche für Woche, bis Mitte März.
Heute ist aus den Massenprotesten eine dauerhafte Mahnwache geworden. Andrew, Robert und Cristian sind drei der Freiwilligen, die zu jeder Tageszeit auf dem Platz sitzen und die Regierung an ihre Forderungen erinnern: Fairness, Anstand und Transparenz.

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Aufgewachsen ist Cristi Puiu in den Plattenbauten im Osten der Stadt - heute gilt er als Begründer des neuen rumänischen Films. Puiu war 22 Jahre alt und gerade beim Militär, als die Revolution Rumänien erreichte. Wenige Monate später war er bei den Protesten am Universitätsplatz dabei, damals gegen die Neo-Kommunisten.

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In einer kleinen Galerie mitten in Bukarest treffen wir
Ion Bârlădeanu. Bis vor zehn Jahren hat er noch neben
den Mülltonnen hinter einem Wohnblock gelebt.
Heute ist er ein Superstar in der Kunstszene. Seine
Collagen hängen in Museen. Brad Pitt, Jim Carrey und
Angelina Jolie haben Werke von ihm gekauft. 
Ein Galerist hatte eine seiner Arbeiten gesehen und
war sofort begeistert. Die Collagen bezeichnet
Bârlădeanu als kleine Filme - mit eben den Schauspielern,
die er gerade dafür braucht. 

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Im Zentrum der Stadt steht die ehemalige Zentrale der Bulgarischen Kommunistischen Partei. Heute befinden
sich in dem Gebäude vor allem Regierungsbüros.
Ein markantes Symbol aber fehlt. Der riesige, rote Stern,
der auf der Spitze thronte, wurde nach dem Zusammenbruch
der Kommunistischen Partei entfernt. Heute ist er im
Museum der sozialistischen Kunst zu sehen.

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Die Kathedrale mit den Goldkuppeln ist das Wahrzeichen Sofias. Wer mit dem Auto aus den Bergen nach Sofia hinab fährt, sieht bei Sonnenschein die Spiegelung der Dächer.
Die Alexander-Newski-Kathedrale wird von der orthodoxen Kirche genutzt und ist der Sitz des bulgarischen Patriarchen. Errichtet wurde sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Erinnerung an die 200.000 russischen Soldaten, die bei der Befreiung Bulgariens von der osmanischen Herrschaft gefallen sind.

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Sie hat mit Dokumentationen angefangen und hat nach der Wende den bulgarischen Film neu belebt. "Bulgarien war immer am Rand", sagt Iglika Triffonova. "Im Osmanischen Reich, im Warschauer Pakt und jetzt in der Europäischen Union. Das ewige Dasein in der Peripherie erzeugt Minderwertigkeitskomplexe, die wir endlich überwinden müssen." In einer Grenzregion zu leben heißt für sie auch, "aus der Vielfalt beider Welten schöpfen zu können." 

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Auf dem Slavejkov-Platz findet täglich der legendäre
Büchermarkt in Sofia statt. Händler stellen ihre
Stände auf und packen die Bücher aus den alten
Bananenkisten aus.
In den 1990er Jahren, als es kaum Buchhandlungen in
Bulgarien gab, hat dieser Büchermarkt eine ganz
besondere Rolle gespielt. Heute wirkt er wie ein Relikt
aus vergangenen Zeiten.
Benannt ist der Platz nach Petko und Pentscho Slavejkov,
Vater und Sohn, beide zählen zu den berühmtesten
Dichtern des Landes.

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In Bulgarien ist er eine Institution. Sein wohl bekanntestes Werk ist auf Deutsch unter dem Titel "Physik der Schwermut" erschienen. Georgi Gospodinov spricht ernst, aber man spürt seinen Witz in jeder Antwort. 
Er sagt: "Europa ist für Bulgarien wie eine Kurheilung. Sie ist nicht immer lustig, aber sie hilft und macht gesund."



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Früher war die bulgarisch-türkische Grenze Teil des
Eisernen Vorhangs. Heute ist sie eine EU-Außengrenze
und liegt für Flüchtlinge in der Behördensprache auf der
"östlichen Mittelmeerroute".
2015 wurde eine Rekordzahl von 885.000 illegalen Grenzüberschreitungen in die EU auf dieser Route registriert.
Im Jahr zuvor waren es nur 51.000.
Als Reaktion auf den Anstieg hat Bulgarien damit begonnen, einen Zaun an der gesamten Landgrenze zur Türkei zu errichten. Die Anlage soll sich über 270 Kilometer von Svilengrad bis Rezovo erstrecken. Bis auf ein kurzes Teilstück steht der Zaun. Seitdem sind die Zahlen deutlich gesunken.



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In Svilengrad ist das lokale Hauptquartier der bulgarischen Grenzpolizei. Dort haben auch die zugeteilten FRONTEX-Mitarbeiter ihre Büros und das Lagezentrum eingerichtet.
Entlang der bulgarisch-türkischen Grenze gibt es verschiedene Abschnitte, die jeweils von bulgarisch-europäischen Teams kontrolliert werden.

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Eine Patrouille besteht immer aus einem bulgarischen Grenzpolizisten und zwei FRONTEX Border Surveillance Officers. Derzeit besteht das FRONTEX-Team in Svilengrad zum größten Teil aus einem Kontingent der Bundespolizei. 
Hubert Bayer und Maik Sager wurden vor einem Monat nach Svilengrad entsandt. Ihr Auslandseinsatz dauert zwei Monate. Iwan Hristov bewacht diese Grenze seit 12 Jahren für die bulgarische Grenzpolizei. 

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Der gebürtige Pole Hubert Bayer ist 1989 im Alter von drei Jahren mit seiner Familie nach Deutschland gezogen. Für den Leiter des deutschen Kontingents in Svilengrad ist diese FRONTEX-Mission der erste Auslandseinsatz. 

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Die Teams fahren ihren Teilabschnitt der Grenze ab, kontrollieren den Zaun auf eventuelle Beschädigungen und sammeln Spuren, die auf einen irregulären Grenzübertritt schließen lassen. Hubert Bayer hat in seiner Zeit in Svilengrad noch kein besonderes Vorkommnis erlebt.

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Nach 11 Tagen, vier Ländern und fünf Städten sind wir für ein Wochenende nach Hause geflogen. Wir haben die Länder im Südosten Europas hinter uns gelassen. 
Die nächste Etappe hat uns an den nordöstlichen Rand der EU geführt. Wir haben Litauen und die russische Exklave Kaliningrad besucht - das alte Königsberg.

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Nach dem Ende der Sowjetunion war die Hinwendung zum Westen für die baltischen Staaten verbunden mit der Hoffnung auf ein Ende der "Okkupation" und eine Rückkehr zur eigenen europäischen Vergangenheit.
Heute trennt die nordöstliche Außengrenze der Europäischen Union Litauen und Weißrussland. Der Südwesten des Landes grenzt an Kaliningrad, das frühere Königsberg.
  

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Aus der Luft sind Grenzen kaum zu erkennen. Felder grenzen an Felder. Wälder erstrecken sich über Grenzen hinweg. Wolken machen an Grenzen nicht halt. 
Grenzen trennen. Grenzen definieren Kulturräume. Grenzen sind niemals starr. Irgendwo hier verlaufen die Grenzen zwischen Polen, Russland und Litauen.

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Genau 50 Jahre nach dem Hitler-Stalin-Pakt, in dem Litauen, Lettland und Estland der Sowjetunion zugeschlagen wurden, haben die Menschen in den drei baltischen Staaten ein menschliches Denkmal errichtet.
Am 23. August 1989 haben über eine Million Litauer, Letten und Esten eine Menschenkette von Vilnius über Riga nach Tallinn gebildet - rund 600 Kilometer. Es ist die längste Menschenkette der Geschichte. Sie wollten ihrem Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit Ausdruck verleihen. Dieses Denkmal in Vilnius erinnert daran.


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Ihren Namen hat die kleine Seitengasse Anfang des 19. Jahrhunderts zu Ehren des Dichters Adomas Mickevičiu
erhalten, der dort gelebt haben soll. 2008 hat dann eine
Gruppe von Künstlern beschlossen, die Straße zu
restaurieren.
Plaketten aus Holz, Metall, Keramik und Glas erinnern an Schriftsteller und Dichter, die mit der litauischen Kultur verbunden sind. An dem eigentlich temporären Projekt
entstand so viel Interesse, dass bis heute ständig weitere Tafeln hinzukommen.

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Mitten in der Stadt erklingen plötzlich Orchestertöne. Das litauische Symphonieorchester hat unter der Leitung ihres Chefdirigenten Gintaras Rinkevičius ein Open-Air-Konzert gegeben. Klassiker waren auch dabei. Den meisten Spaß aber hatten die Zuschauer mit den Soundtracks von "Game of Thrones" und "Star Wars". 

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Ende der 1980er Jahre musste Andrius Mamontovas noch seinen Wehrdienst in der sowjetischen Armee leisten - in Kaliningrad. Er war damals schon Sänger der Band Foje, die später die wohl berühmteste Rock-Band Litauens werden sollte. 
Zum Ende der Sowjetunion spielte Musik in Litauen eine entscheidende Rolle für die Zivilgesellschaft. Ohne die großen Konzerte von damals hätte es den Umbruch vielleicht so nicht gegeben. Heute wird sie die "Singende Revolution" genannt.

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Ganz in der Nähe des Bahnhofs ziert ein Graffiti die Wand eines Restaurants, das Spare Ribs und Burger verkauft. Mitte 2016 hatten die beiden Betreiber des American Diners ihrer Sorge über eine mögliche künftige Männerfreundschaft Ausdruck verliehen.
"Jeder Krieg, der in Europa stattfindet", so hat uns Andrius Mamontovas erzählt, "führt zweimal durch Litauen. Einmal hin und einmal zurück." 
Es ist die Angst vieler Balten, dass Spannungen zwischen Europa und Russland wieder zunehmen könnten.

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Der Stadtteil Užupis ist eine Besonderheit in Vilnius. Früher lebten hier viele Juden. Ein Großteil von den Bewohnern kam im Holocaust ums Leben. Zu Sowjetzeiten wurden die leerstehenden Häuser von Obdachlosen, Kriminellen und Prostituierten bezogen. Nach der Unabhängigkeit Litauens sind Künstler in das Viertel gezogen. Heute gibt es zahlreiche Galerien, Ateliers und Cafés. 

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Es war eine Kunstaktion, die für einige Zeit ein reges Eigenleben entwickelte. Künstler, die nach Užupis gezogen waren, riefen eine unabhängige Republik aus. 2002 enthüllten sie auf dem Hauptplatz des Viertels ein Denkmal, das zum Symbol des Stadtteils geworden ist - ein Engel, der Trompete spielend für die Erneuerung und die künstlerische Freiheit steht. Der Spitzname von Užupis ist seitdem auch "Engelsrepublik".

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38 Artikel und ein paar Aufforderungen -
das ist die Verfassung der Republik Užupis.

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Diese Stadt war immer Grenzregion. Der Deutschritterorden baute im 13. Jahrhundert die Burg Conigsberg und begründete die Geschichte von Königsberg. Durch den Handel der Hanse florierte die Stadt, wurde später Hauptstadt des Herzogtums Preußen. Die Universität war bedeutend. Immanuel Kant und Hannah Arendt lebten dort. 
Im Zweiten Weltkrieg wurde Königsberg fast vollständig zerstört. Stalin machte die Region zum Teil der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik und benannte sie nach dem ehemaligen Staatsoberhaupt Michail Iwanowitsch Kalinin.

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Seit dem Beitritt der Baltischen Staaten zur Europäischen Union im Jahr 2004 ist Kaliningrad eine Exklave, umschlossen von Polen und Litauen. In der Region Kaliningrad - dem Oblast - leben rund 940.000 Menschen. Der Exklavenstatus behindert die wirtschaftliche Entwicklung. Gerade zu den Nachbarstaaten wächst das Wohlstandsgefälle. Selbst der russische Binnenmarkt ist durch die langen Transportwege schwer zu erreichen.

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Von der einst stolzen Brücke über die Memel
steht heute nur noch das südliche Portal. Hier
macht man den ersten Kontakt mit russischen
Grenzbeamten. Genügend Zeit, um sich das
barocke Bauwerk in aller Ruhe anzuschauen.
 

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Wenn in Kaliningrad jemand mit einer Jacke von Mainz 05 herumläuft, dann will man schon genauer wissen, warum.
Aleksandra spricht deutsch, hat in Frankfurt gearbeitet. Aleksander hat sie dort besucht, lernt die Sprache aber noch. Zur kurzen Unterhaltung reicht es. Sie haben uns eingeladen in ihren Ort am Meer. Diese Herzlichkeit ist halt schwer zu erfahren, wenn man kein Russisch spricht in Kaliningrad. Sprachen sind oft die größeren Grenzen.

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In den 1970er Jahren wurde mit dem Bau des Hauses der Sowjets begonnen. Eigentlich sollten dort die Verwaltungen von Stadt und Oblast einziehen. Aber das Gebäude wurde nie fertiggestellt. 
Es steht auf den Ruinen des Königsberger Schlosses, dessen Überreste 1967 auf Befehl Breschnews gesprengt wurden. Der Untergrund war danach so weich, dass statische Probleme den Bau behindert haben. Bis heute ist das sehr markante Gebäude eine Ruine.

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Der Königsberger Dom war und ist wieder das bedeutendste Bauwerk der Stadt. Der Dom und das mittelalterliche Stadtviertel, das ihn umgab, wurden 1944 durch Brandbomben der britischen Luftwaffe komplett zerstört. Unter sowjetischer Herrschaft wurden alle Vorkriegsbauten als "Symbole des preußischen Militarismus und Faschismus" abgerissen. Die Domruinen rührte man nicht an, weil unter ihm das Grab von Immanuel Kant liegt.
Für die Restaurierung gab es lange weder Mittel noch Interesse. Erst seit 1992 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Nach fast 20-jähriger Arbeit ist der Dom heute wieder das Wahrzeichen der Stadt.

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2008 wurde die Orgel fertiggestellt. Die Anlage ist so groß wie ein Wohnzimmer. Organist Evgeny zeigt uns den Raum hinter den Pedalen und Registerzügen.

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Seit etwa zwei Jahren ist der Russe Evgeny Avramenko erster Organist im Kaliningrader Dom. In Russland sind die Stellen für Orgelspieler rar. Wie in keinem anderen Musikbereich zieht der Musiker zu seinem Instrument - und nicht umgekehrt. 
Avramenko hat am Moskauer Konservatorium studiert, jede Menge Wettbewerbe gewonnen und gehört wohl zu den Begabtesten seines Fachs. 
Russland ist für ihn selbstverständlich ein Teil Europas.

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Immanuel Kant ist für die Kaliningrader eine Art Stadtheiliger und Maskottchen. Im Jahr 2024 wird Kaliningrad seinen 300. Geburtstag gebührend feiern. Erste Vorbereitungen haben bereits begonnen.
Kant hat fast sein gesamtes Leben in dem damals sehr weltoffenen Königsberg verbracht. Sein Grabmahl liegt an der Außenseite des Königsberger Doms, der sogenannten Stoa Kantiana.

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Thomas Mann hatte sein Sommerhaus in Nidden, was
heute auf der litauischen Seite der Kurischen Nehrung
liegt. Seit 1945 teilen sich Kaliningrad und Litauen den
schmalen Streifen Land, der die Ostsee und das Kurische
Haff voneinander trennt.
Für einen viel zu kurzen Moment - bevor wir uns auf die Rückfahrt über die russisch-litauische Grenze nach
Vilnius machen - schaffen wir einen Abstecher ans Meer. 

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Auf dem Parkplatz treffen wir Joachim aus Berlin. Mit 71 Jahren macht er gerade seine erste Reise in die Region um das alte Königsberg. Er ist auf den Spuren seiner eigenen Familiengeschichte. Seine Mutter ist 1911 in Tapiau geboren und 1928 mit 17 Jahren vom Land in die große Stadt Berlin gezogen. Erzählt hat sie nie viel vom Leben in Ostpreußen. Jetzt wollte Joachim die Heimat und das Elternhaus seiner Mutter mit eigenen Augen sehen. Von der Hofanlage, auf der sie groß geworden war, steht heute kaum noch ein Gebäude.

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Es ist Juni, aber der Wind an der Kaliningrader Küste ist kühl und weht heftig. Die Ostsee ist an diesem Tag keine Badewanne. Aber was wäre ein Besuch am Meer ohne wenigstens die Füße ins Wasser zu halten.

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Direkt am Grenzübergang nach Litauen, im alten Tilsit,
stehen Panzer, Haubitzen und sogar ein alter Hubschrauber. 
"Halt und verbeugt euch dem legendären T-34 zu Ehren", 
steht auf einer Marmortafel geschrieben. Die Erinnerung an
den Großen Vaterländischen Krieg ist heute noch immer Teil
des Alltags - auch in Kaliningrad.


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Auf der Fahrt zurück nach Vilnius überholen wir
plötzlich einen Militärkonvoi. Nachts um 1 Uhr
sehen wir 20 Panzer, Tanklastwagen und
Begleitfahrzeuge, die in Richtung Osten transportiert
werden. Eine Länderkennung haben wir nicht gesehen.

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Nach sechs Ländern und acht Protagonisten, nach sechs Flügen und fast 2000 Kilometern mit dem Auto, sind wir für zwei Wochen nach Deutschland zurückgekehrt.
Eine kleine Ruhepause, um die Aufnahmen zu sichten und unseren Schnitt vorzubereiten, bevor wir uns auf den Weg nach Spanien und Melilla gemacht haben.







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Die spanische Hauptstadt ist nach London und Berlin
die drittgrößte Metropole der EU. Ob hier schon eine
maurische Siedlung bestand ist umstritten. Klar ist:
Madrid ist seit Jahrhunderten das politische und
kulturelle Zentrum Spaniens - König, Regierung
und der katholische Bischof residieren hier.

Das Stadtbild ist wesentlich von den spanischen
Habsburgern und Bourbonen geprägt worden.
Teile der Kapitale werden noch heute "El Madrid
de los Austrias" genannt: "Das Madrid der Habsburger".
Während des Bürgerkriegs wurde die Stadt stark zerstört.
Franco ließ sie nach seinen Plänen wieder aufbauen.
 




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Bis ins 18. Jahrhundert stand hier ein Alcazar, ein maurisches Burgschloss, das von den spanischen Königen genutzt wurde. Bis heute ist der Palacio Real die offizielle Residenz des Königshauses und mit 2000 Zimmern eines der größten Schlösser seiner Zeit. Der Palast wird nur noch zu Repräsentationszwecken genutzt. Die Königsfamilie lebt im deutlich bescheideneren Zarzuela-Palast. 
Der Palacio Real - ein Symbol der parlamentarischen Monarchie Spaniens.1981 geriet die junge Demokratie durch den Putschversuch francistischer Generäle in Gefahr. König Juan Carlos I. stoppte den Putsch durch sein Verfassungsbekenntnis und ebnete den Weg in eine demokratische Zukunft. 




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Das Wahrzeichen und Wappentier der Stadt ist ein Braunbär, der sich an einen Erdbeerbaum lehnt und von den Früchten nascht. Die vier Meter hohe Skulptur aus Stein und Bronze, die auf der zentralen Puerta del Sol steht, wurde 1967 von dem Bildhauer Antonio Navarro Santafé geschaffen.
Es gibt mehrere Theorien über die Entstehung des Wappens. Madrid wurde früher "Ursa" genannt, was lateinisch Bär bedeutet. Im Umland gab es viele Bären, die gerne kleine, rote Früchte von Bäumen aßen. Wahrscheinlicher ist aber, dass der Bär am Erdbeerbaum die Einigkeit von Klerus und Adel symbolisiert, die sich im Mittelalter die Ländereien in und um Madrid aufgeteilt haben.
 

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Das weltweit größte Treffen der LGBTI-Gemeinde findet gerade in Madrid statt. Hier werden damit auch 41 Jahre Freiheit in Spanien gefeiert. Im Sommer 1976, sechs Monate nach Francos Tod, fanden die ersten Demonstrationen für die Rechte von Lesben und Schwulen statt. Während der Diktatur drohte Homosexuellen eine Gefängnisstrafe. Seitdem zelebriert Spanien die Liberalität: Das als so erzkatholisch geltende Land führte 2005 als drittes Land der Welt die gleichgeschlechtliche Ehe ein, nach den Niederlanden und Belgien. Bis heute gilt hier eine der fortschrittlichsten Gesetzgebungen zur Ehe, Adoption und Reproduktionsmedizin.
Ein Marsch auf der World Pride soll daran erinnern, dass noch vielerorts Schwule, Lesben, Transgender und Bisexuelle diskriminiert und verfolgt werden. 



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Im Teatro Real, hoch oben hinter den Säulen befindet sich der Probenraum des Orchesters. Dort treffen wir den Komponisten und Dirigenten Pedro Halffter zum Interview. Zur Einstimmung konnten wir die Probe zu Wagners "Siegfried" begleiten. Für die Einigkeit und Stärke Europas, so Halffter, ist das kulturelle Erbe und seine Verbreitung von enormer Bedeutung. Eine große Verantwortung. 

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Der Dirigent mischt sich ein in die politischen Debatten. Auch sein Vater, der Komponist Cristóbal Halffter, war ein kritischer Intellektueller, der sich zu Zeiten Francos für die Demokratie engagierte. Pedro Halffter war auf dem Internat in Deutschland, studiert hat er unter anderem in Wien. Heute ist er Chef des Teatro de la Maestranza in Sevilla. Er dirigiert renommierte Orchester weltweit.

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Das Valle de los Caídos ist eine monumentale Gedenkstätte im Nordwesten von Madrid - und ein hoch umstrittenes Symbol für die nicht abgeschlossene Aufarbeitung der Franco-Diktatur. Noch zu seinen Lebzeiten hat Franco den Komplex zur Verherrlichung der Falangisten errichten lassen. 20.000 Zwangsarbeiter, vor allem politische Gefangene, mussten die Basilika in den Stein der Sierra de Guadarrama bauen.
Heute ist es eines der größten Mausoleen der Welt. Das Grab Francos befindet sich dort neben dem Grab des Gründers der falangistischen Partei, José Antonio Primo de Rivera. Anhänger der spanischen Rechten nutzen das Tal der Gefallenen, um den Faschisten zu gedenken. Die Gebeine von etwa 30.000 Opfern des Bürgerkriegs lagern anonym in einem benachbarten Schrein. 

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Keine Tafel erklärt die Verbrechen der Franco-Diktatur. Und mitten unter der großen Kuppel liegen die Gräber der beiden Führer des spanischen Faschismus, dekoriert mit frischen Blumen.
Unsere Kameras mussten wir draußen lassen. Dokumentieren wollten wir diese absurde Kulisse dennoch.

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Wir fliegen über das Mittelmeer nach Afrika. Umgeben von Marokko liegt dort die Exklave Melilla. Die südlichste Grenze der Europäischen Union. Seit Jahrhunderten ist dieser Teil Marokkos in spanischem Besitz, ausgebaut zu einem militärischen Außenposten. Nur ein Zaun trennt hier Afrika und Europa.

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Vor 520 Jahren, 1497, eroberte das katholische Spanien unter Königin Isabella I. und König Ferdinand II. die Stadt und baute sie zur Festung aus. Melilla sollte als Basis für alle weiteren Aktivitäten in Nordafrika dienen.
Immer wieder wurde Melilla belagert und zuletzt im Rifkrieg von 1921-1927 heftig umkämpft. Nach der Unabhängigkeit Marokkos 1956 wurden erneut Ansprüche auf die Exklaven Ceuta und Melilla erhoben, aber nicht vorangetrieben.
Heute ist Melilla Teil Spaniens, der EU und der NATO, gehört aber nicht zur europäischen Zollunion. Von den etwa 86.000 Einwohnern sind rund ein Drittel muslimischen Glaubens.

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In Melilla steht direkt vor den Festungsmauern der Altstadt die letzte öffentliche Franco-Statue Spaniens. Für manche ein Skandal.
Die Rolle Francos in Melilla ist eine ganz besondere. Denn als Kommandant der "Regulares" der indigenen Söldnertruppen in Spanisch-Marokko, hat er zu Beginn des 20. Jahrhunderts viele militärische Erfolge erzielt. Später wurde er stellvertretender Leiter der Spanischen Legion in Spanisch-Marokko und trug maßgeblich zum Sieg über die Rifkabylen bei. Die Stadt Melilla erinnert mit dieser Statue an ihre eigene Befreiung durch Francos Truppen.

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Melilla ist an der Landgrenze zu Marokko vollständig von einem Zaun umschlossen. In drei Reihen sollen bis zu sechs Meter hohe Zäune diese europäische Außengrenze beschützen. Auf beiden Seiten patrouillieren Truppen. Trotzdem ist es immer wieder Gruppen von Flüchtlingen gelungen, den Zaun zu überwinden - häufig mit schweren Verletzungen. Viele von ihnen leben in den umliegenden marokkanischen Bergen in Camps. Wenn ein Ansturm versucht wird, rennen bis zu 1000 Personen gleichzeitig auf den Zaun zu, in der Hoffnung, dass es ein paar von ihnen bis nach Europa schaffen. 

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Im Norden Melillas ragt eine bergige Landzunge Marokkos in das Mittelmeer. Hier versuchen Menschen besonders häufig mit Schlauchbooten am Zaun vorbei nach Europa zu kommen - oder sie versuchen nachts unerkannt um den Zaun, der bis ins Wasser reicht, herumzuschwimmen. Unten am Wasser, hat die Guardia Civil einen eigenen Stützpunkt errichtet, um die Flüchtlinge schneller aufgreifen zu können.

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Alle, die es bis nach Melilla geschafft haben, werden zunächst ins CETI gebracht, das Centro de Estancia Temporal de Inmigrantes. Hier leben zurzeit etwa 600 Menschen in zwei großen Schlafsälen. Die meisten von ihnen kommen aus Staaten südlich der Sahara. Es gibt aber auch eine Gruppe homosexueller Menschen aus Marokko, die aus Furcht vor Verfolgung ins benachbarte Melilla geflohen sind. 
Vom CETI werden die Menschen in regelmäßigen Abständen auf Inseln vor dem spanischen Festland überführt. Für die Flüchtlinge ist Melilla eine Zwischenstation.

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Seit zwei Wochen ist Ousman in Melilla. Über die Grenze ist er aus Marokko mit dem Auto gekommen. Zweieinhalb Monate war er unterwegs aus Conakry, der Hauptstadt von Guinea. Nach dem Militärputsch hat er für sich keine Zukunft in dem westafrikanischen Land gesehen.
Hassan kommt aus Fes in Marokko. Er sagt er sei 17 Jahre alt. Und inshallah, wird er uns eines Tages in Paris wiedertreffen.

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In Melilla gibt es Freiwillige, die sich für die Rechte der Immigranten einsetzen. Eine Gruppe von Jesuiten-Nonnen gibt regelmäßig Spanischunterricht. Bei unserem Besuch ist auch die berühmte spanische Menschenrechtsanwältin Patricia Fernández aus Madrid vor Ort. Mit ihrem Dolmetscher klärt sie die Flüchtlinge darüber auf, welche Rechte und Möglichkeiten sie haben, Asyl zu beantragen.

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In Spanien ist die Guardia Civil für den Schutz der Außengrenzen zuständig. Heute ist sie ein Instrument zur Sicherung der Demokratie und der Verfassung. In Doppelfunktion untersteht sie dem Innen- und Verteidigungsministerium. Die Überwachung der Grenzübergänge in Melilla ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Guardia Civil und der nationalen Polizei. Die Patrouillen an den Zäunen übernimmt ausschließlich die Guardia Civil.
Unter Franco war sie Teil der staatlichen Repression. Ihre Aufgabe war es in allen Teilen des Landes Präsenz und Stärke zu zeigen. Viele Oppositionelle wurden in der Franco-Zeit von der Guardia Civil inhaftiert. Auch beim Militärputsch am 24. Februar 1981 waren Angehörige der Truppe beteiligt.
 

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Jose Antonio Martín Rivera leitet die Pressestelle der Guardia Civil in Melilla. Die Situation in Melilla nennt er ein Drama. Die Aufgabe der Guardia Civil sei es die Grenzen zu schützen, so will es das Gesetz. Wenn bis zu 1000 Menschen gleichzeitig versuchen den Zaun zu überwinden sind auch die Grenzschützer überfordert, wie sie mit solch einer Extremsituation umgehen sollen.
Die wirklichen Verbrecher sind nach seiner Meinung die Schmuggler. Mafiastrukturen auf beiden Seiten des Zauns, die jede Bewegung der Guardia Civil studieren, um die Menschen wie Waren über die Grenzen zu transportieren.

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Böse Zungen behaupten, die größten Attraktionen in Nordirland hätten alle mit Katastrophen, Mord und Totschlag zu tun. Das Titanic-Museum ist das spektakulärste Gebäude der Stadt, die Geschichte der "Troubles" ist durch die protestantischen und die katholischen "Murals" sehr präsent, und einige Kilometer im Norden Belfasts wird die Serie "Game of Thrones" gedreht.
Aber welche Rolle spielt Europa? 55,78 Prozent der Nordiren haben für den Verbleib in der EU gestimmt. Kommt der Brexit, so befürchten nicht wenige, könnten alte Gräben zwischen protestantischen Loyalisten und katholischen Republikanern wieder aufflammen.

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Der 12. Juli ist für die Protestanten in Nordirland ein Feiertag. In Erinnerung an die "Glorious Revolution" und den Sieg der Protestanten unter Willem III. von Oranien über den katholischen König James II. in der Schlacht am Boyne, zelebrieren die nordirischen Protestanten jedes Jahr einen Teil ihrer Geschichte. Sie marschieren mit Musikinstrumenten und eigenen Uniformen durch die Stadt. Wochen vorher wird mit dem Aufbau der "bonfires" begonnen, bis zu 40 Meter hohe Türme aus Holz, die geschmückt mit Symbolen des nicht-protestantischen Lagers, in der Nacht zum 12. Juli angezündet werden.
  

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Die brennenden "bonfires" sind der Startschuss für die Feiern zum 12. Juli. Früher wurden Autoreifen angezündet. Heute erlaubt die Stadt wegen des beißenden Gestankes nur noch Holztürme. Immer wieder kommt es beim Einsturz der "bonfires" zu Schäden an den umliegenden Gebäuden. Die Feuerwehr kümmert sich auch vorwiegend darum, die Fassaden der Häuser feucht zu halten. Mit großer Vorliebe werden die Türme in direkter Nachbarschaft zu den katholischen Stadtvierteln aufgebaut. 

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Die Parade am 12. Juli ist der Höhepunkt der "marching season". Die "Orangemen" laufen in geschlossen Einheiten, den Loyal Orange Lodges (LOL) durch Belfast. Begonnen wird um acht Uhr morgens, Ende ist um acht Uhr abends. Kreuz und quer durch die Stadt, durch protestantische und durch katholische Viertel, werden die Gruppen von Tausenden Zuschauern begleitet.

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Die beiden Protestantinnen Marge und Dinah kommen aus Schottland. Seit Jahren kommen sie jedes Jahr am 12. Juli nach Belfast, um die Orange Parade zu sehen. Dinah sagt, sie hätte schon hunderte Paraden gesehen. Sie ist mit einem Nordiren verheiratet, genau wie ihre drei Schwestern. 
Wir sollten mal nach Glasgow kommen, sagen die beiden, und falls wir uns für Fußball interessieren, unbedingt ein Spiel der Rangers ansehen. Auf keinen Fall sollten wir zu Celtic gehen.

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Aufgewachsen ist Jan Carson in einem calvinistischen Elternhaus. Mit religiösem Starrsinn kann sie sich nicht identifizieren. Trotzdem ist sie vor drei Monaten in voller Absicht in ein Arbeiterviertel in East Belfast gezogen. Sie will die Menschen kennenlernen, über die sie schreibt. Ihr neues Buch handelt auch von den Riten der protestantischen Nordiren, den Paraden und den "bonfires".

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Die Peacewalls entstanden ab 1969, um die Wohngebiete der Protestanten und der Katholiken nach zunehmenden Unruhen voneinander zu trennen. Sie sollten die Gemüter beruhigen und ein Argument sein, um die von beiden Seiten eigenmächtig errichteten Barrikaden zurückzubauen. Eigentlich sollten die Mauern eine zeitlich begrenzte Lösung sein, keine zweite Berliner Mauer. 
Aber die Friedensmauern stehen bis heute. Und trotz des Friedensabkommens von 1998 kommen immer neue hinzu. Heute soll es in Belfast Friedensmauern mit einer Länge von insgesamt 21 Kilometern geben.

  

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Ein Großteil der Mauern ist mit bunten Graffitis überzogen. Street-Artists aus der ganzen Welt kommen nach Belfast, um die Mauern zu bemalen. Auf den Mauern selbst sind nur wenige explizit politische Statements zu sehen. Die politischen "Murals" sind eher tief in den einzelnen Stadtteilen zu finden. 
Es gibt Straßen, die im Falle von Unruhen mit schweren Toren geschlossen werden können. Heute stehen sie offen. Sollte der Brexit mit harten Grenzkontrollen kommen, und der Ruf nach einer Vereinigung Irlands lauter werden, so befürchten viele, könnten die Spannungen erneut steigen.

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Der Street-Artist Emic ist im Norden Nordirlands in einer katholischen Familie aufgewachsen. Mit den religiösen Identitätskonflikten kann er sich jedoch nicht identifizieren. Er ist überzeugt, dass eine Mehrheit der Nordiren heute distanzierter auf die alten Konflikte blickt. Die Umgestaltung der stark politisierten "Murals" in Belfast hält er für einen extrem wichtigen Schritt im Friedensprozess.
 

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Dieser Teil der Stadt wird fast vollständig von Protestanten bewohnt. Die Unruhen nach 1969 haben dazu beigetragen, dass die Stadt immer stärker segregiert wurde. Erste Schritte einer Gentrifizierung verändern allerdings das Gesicht von East Belfast. Künstler ziehen mit Ateliers in alte Fabrikgebäude und verändern die Sozialstruktur. 
Die stark politisierten "Murals" an den Wänden in East Belfast erinnern noch immer an die Konfrontation mit den katholischen Republikanern. Die Heroisierung der paramilitärischen Einheiten ist Normalität im Alltag.


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Die "Murals" in der Falls Road, im republikanischen Teil der Stadt, erzählen häufig die Geschichten des Osteraufstandes von 1916 und dem Kampf für eine unabhängige Republik Irland.
Diese Wand zeigt die Belagerung des GPO in Dublin, des General Post Office, in dem sich republikanische Truppen der Irish Republican Army über sechs Tage verschanzt hatten. Das GPO wurde zum Hauptquartier der Aufständischen erklärt. Und auch wenn die Revolte durch das Eingreifen der Britischen Armee militärisch gescheitert ist, gilt der Osteraufstand von 1916 als Wendepunkt der irischen Geschichte, der schließlich 1922 zur Teilung der Insel und der Gründung des Freistaates Irland führte.

 

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In Nordirland sind Selbstmorde unter Jugendlichen ein großes Problem. Insbesondere bei Männern. Dieses "Mural" hat Emic im Auftrag einer Wohltätigkeitsorganisation in West Belfast gemalt. Und offenbar hat es dazu beigetragen, dass die Reputation der Organisation stark gestiegen ist. Für manche gefährdete Jugendliche mag es den ersten Schritt erleichtern, die Hilfe der Sozialarbeiter in Anspruch zu nehmen.

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Das Regionalparlament von Nordirland tagt in Stormont, hoch über der Stadt Belfast. Im Karfreitagsabkommen von 1998 wurde das Prinzip der Konkordanz geschaffen. So soll sichergestellt werden, dass beide Parteien, die Protestanten und die Katholiken, an jeder Regierung beteiligt werden.
Seit den letzen Wahlen konnten sich die Parteien noch nicht auf eine Regierung einigen. Die Koalition der britischen Regierung mit der protestantischen DUP, der Democratic Unionist Party, hat erneut zu Spannungen geführt. Laut Friedensabkommen ist die britische Regierung zur Neutralität in Nordirland verpflichtet. 
Auffällig ist, dass über dem Parlament keine Flaggen wehen. Nordirland hat keine eigene Flagge und der Union Jack wäre für den republikanischen Teil des Landes eine permanente Provokation.


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Sollte der Brexit kommen, ist die Frage der Grenzkontrollen zwischen Irland und Nordirland wahrscheinlich einer der heikelsten Punkte. Über 200 kleine Landstraßen verbinden die beiden Teile der irischen Insel. Eine harte Grenze mit Kontrollen ist nur schwer vorstellbar. An vielen Stellen läuft die Grüne Grenze durch Farmland und Wiesen. Ohne ein Navigationssystem wäre der Grenzverlauf nicht zu erkennen.

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Im Südwesten Irlands, in dem kleinen Küstenort Bantry, findet einmal jährlich das West Cork Literary Festival statt. In Bantry, das eigentlich nur aus einem Hauptplatz mit ein paar Seitenstraßen besteht, läuft man dann zum Beispiel ganz plötzlich der englischen Schriftstellerin Zadie Smith über den Weg.
Der Grund, aus dem wir die sechs Stunden Autofahrt von Belfast auf uns genommen haben, ist die irische Autorin Anne Enright. Sie wurde in Bantry mit dem diesjährigen Preis für Irish Fiction ausgezeichnet. Am Morgen nach ihrer Antrittsrede hatten wir die Möglichkeit, sie im Ballsaal des größten Hotels im Ort zu treffen.

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Sie gehört zu den wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Literatur in Irland. Und sie ist ein typisches Beispiel der Generation gut ausgebildeter Iren, die in den 80er Jahren nach England gegangen sind, weil es in Irland keine Jobs gab. Die Sehnsucht hat sie zurückgebracht. Für ihren Roman "The Gathering", der auf deutsch unter dem Titel "Das Familientreffen" erschienen ist, hat sie 2007 den Man Booker Prize erhalten.

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Das Finale unserer Reise an die Ränder der Union ist die irische Hauptstadt Dublin. Alle Klischees, die man im Kopf hat, sie stimmen. Pubs an jeder Ecke, viel Musik und gute Laune. Dublin zählt heute zu den interessantesten Wirtschaftsstandorten der Welt. Als Brückenkopf zwischen den USA und Europa zieht Irland tatsächlich viele amerikanische Unternehmen an. Die Steuergesetzgebung spielt natürlich auch noch eine Rolle. 
Wer die Ostküste der USA kennt, wer New York kennt, aber noch nie in Dublin war, der ist verblüfft über die Ähnlichkeiten. Die Skyscraper fehlen, aber der Rest der Stadt hat schon eine faszinierende Ähnlichkeit mit New York. Wer Dublin kennt, der weiß auch, dass die Vereinigten Staaten ihren Ursprung als Einwanderungsland nicht leugnen können.

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Das GPO im Zentrum der Stadt, das General Post Office, war Schauplatz der großen Aufstände 1916. Katholische Separatisten hatten sich zur Irish Republican Army zusammengeschlossen, um gewaltsam die Unabhängigkeit vom Britischen Empire zu erzwingen. Sie besetzten strategische Gebäude und errichteten im GPO ihr Hauptquartier. Sechs Tage lang hielten sie dem britischen Militär stand. Der gewaltsame Umsturz scheiterte, gilt aber bis heute als Wendepunkt der irischen Geschichte.
Die harten Gegenmaßnahmen der Besatzungsmacht führten zu wachsenden anti-britischen Stimmungen. Bei den Wahlen 1918 erreichte Sinn Féin eine deutliche Mehrheit. Die einseitige Unabhängigkeitserklärung 1919 führte zum irischen Freiheitskrieg. 1921 einigten sich Iren und Briten auf die Teilung der Insel und die Schaffung des unabhängigen Freistaates Irland.

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Der Garten der Erinnerung wurde 1966 eröffnet, zum 50. Jahrestag der Osteraufstände. Er liegt im nördlichen Teil Dublins, an jener Stelle, an der die britische Armee die Anführer der Aufstände festhielt, bevor diese ins Gefängnis transportiert wurden.
Das Wasserbecken hat die Form eines Kreuzes. Der Boden des Beckens ist mit Mosaiken und keltischen Waffen verziert. Ein Symbol, die Waffen niederzulegen. Die Skulptur, die Menschen und Vögel zeigt, die in den Himmel streben, ist ein Symbol der Auferstehung und der Wiedergeburt.

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Der Schriftsteller James Joyce ist wohl so etwas wie ein Nationalheld. Er gilt als wichtigster Vertreter der literarischen Moderne. Dubliner und Ulysses sind Meilensteine der Literaturgeschichte. Fast acht Jahre hat er an Ulysses gearbeitet. Jeder kennt das Werk, aber kaum jemand hat es wirklich ganz gelesen, oder? 
Joyce hatte sich mit seiner Familie in Dublin zerstritten und große Probleme ein eigenes Einkommen zu erzielen. Er verließ Dublin und lebte in Triest, Zürich und 20 Jahre lang in Paris, wo ihn sein Freund und Gönner Ezra Pound finanziell unterstützte. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Paris zog Joyce wieder nach Zürich. Er starb dort 1941 an den Folgen eines Krebsgeschwüres.  

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Molly Malone ist ein Volkslied, die eigentlich inoffizielle Hymne Irlands. Mit Musik ist das immer so eine rechtliche Sache. Aber die Melodie kennt doch auch wirklich jeder:

In Dublin's fair city,
where the girls are so pretty,
I first set my eyes on sweet Molly Malone,
As she wheeled her wheel-barrow,
Through streets broad and narrow,
Crying, "Cockles and mussels, alive, alive, oh!"

"Alive, alive, oh,
Alive, alive, oh",
Crying "Cockles and mussels, alive, alive, oh".

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Im Südwesten Dublins nimmt die Guinness-Brauerei ein ganzes Stadtviertel ein. Kaum eine Stadt in der Welt, die kein Irish Pub hat. Und kein Irish Pub, das kein Guinness hat. Schätzungsweise 850 Millionen Liter Guinness werden jährlich gebraut. 
Die Brauerei in Dublin ist der Entstehungsort des Guinness, das Unternehmen selbst ist längst nicht mehr irisch. Bis April 2017 gehörte Guinness dem britischen Konzern Diageo - der bis dahin größten Brennerei der Welt. Im April 2017 hat der chinesische Konzern Kweichow Moutai Diageo, und damit auch Guinness, übernommen. Kweichow Moutai ist ein staatliches Unternehmen und mittlerweile der weltweit größte Produzent alkoholischer Getränke. 

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Die Docklands im Osten Dublins sind das Wahrzeichen des Booms und der Krise. In den ehemaligen Werft- und Fabrikanlagen sind mittlerweile Hunderte von Unternehmen angesiedelt. Bars, Museen, Wohngebiete und natürlich das Wasser haben das Areal zu einem sehr durchmischten Stadtviertel gemacht. Facebook hat hier seinen Sitz, genau wie Linked In und Trip Advisor. Den Firmensitz von Facebook hat Daniel Libeskind gebaut, die Innenausstattung hat Frank Gehry übernommen. Seit 2008 hat allein Facebook die Anzahl der Mitarbeiter in Dublin von 30 auf 1500 erhöht.

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Die Geschichte Irlands ist eine Geschichte der Migration. Spätestens seit der großen Hungersnot im 19. Jahrhundert sind die Iren zum Auswanderungsland geworden. 
Die Bucht von Dublin war für Millionen von Iren der Ausgangspunkt für die Reise nach Amerika, in das "promised land", nach Kanada, Australien oder England. Sie haben die irische Diaspora zu einer der größten überhaupt gemacht und dabei die irische Kultur auf der ganzen Welt verbreitet.


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Was wäre ein Besuch in Dublin ohne einen Abstecher in ein Irish Pub? Das Kneipenviertel Temple Bar hat davon unzählige zu bieten. Ein Pub reiht sich an das andere. Wie soll man sich entscheiden? Die Live-Musik spielt ganz bestimmt eine Rolle dabei.

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Das war's. Wir fliegen nach Hause und ziehen uns in den Schnitt zurück. 10 Stationen, Interviews mit Musikern, Schriftstellern, Filmemachern, Theaterregisseuren, Grenzschützern und Historikern.... 

In der Woche vom 21. bis 25. August zeigen wir in der 3sat Kulturzeit täglich einen Beitrag der Reihe. Am Samstag, 26. August, um 19.20 Uhr, läuft dann in 3sat die ganze Dokumentation "Erzähl mir Europa - An den Rändern der Union". Am 19. August wiederholen wir den ersten Teil von "Erzähl mir Europa".
  
Bis dann!
 

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